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| PYRAZINAMID FARMAPOL |
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ZUSAMMENSETZUNG: 1 Tablette enthält: pirazyncarboxyamide 0,5 g ( Kartoffelstärke, Gelatine, Talk)
WIRKUNG: Eine Chemotherapeutik, die bakterientötend auf Bazillen in einem saurigem Medium wirkt. Sie gehört zu den stärksten bakterientötenden Arzneimittel unter den Anti-Bazillus-Arzneimittel. Das Präparat wirkt sterilisierend auf die innen der Mikrophage frei lebenden Bazillen. Es wirkt nicht auf nicht-tuberkulöse Bazillen und Mycobacterium bovis. Es wird einfach und völlig aus dem Verdauungskanal assimiliert und nach 2 Stunden erreicht es eine maximale Konzentration im Blut. Die Halbwertszeit beträgt 10-24 Stunden. Das Präparat dringt einfach durch die Zerebrospinalflüssigkeit ein. Es wird in der Leber zu einer aktiven Pirazinsäure metabolisiert. Circa 70% des Stoffes wird mit dem Harn innerhalb 24 Stunden in Form von Metaboliten und circa 4% in einer unveränderter Form aussondert.
INDIKATIONEN: Zur Zeit wird Pyrazinamid in der ersten Therapiephase verwendet, das heißt während einer intensiven Behandlung (erste 2 Monate) in Verbindung mit Rifampicin und Isoniazid. Es ist die Basisarznei in einer kurzfristigen 6-monatigen Behandlung. Es ist wirksam in extrapulmonaler Tuberkulose, und auch in Behandlung der tuberkulösen Hirnhautentzündung.
GEGENANZEIGEN: Leber- und Nierenisuffizienz, Gicht, Porphyrie. Das Arzneimittel soll nicht bei Kindern, Schwangeren und in der Stillzeit verabreicht werden.
VORSICHTSMAβNAHMEN: Die Toxizität des Arzneimittels ist schon bei kurativen Dosen hoch und von der Höhe der angewandten Dosis abhängig. Deswegen verlangt die Verabreichung des Stoffes die höchste Vorsicht von dem Arzt. Pyrazinamid in einer Dosis von über 1,5g am Tag kann zu Leberschädigung und Gelbsucht führen. Eine tägliche Dosis von 3,0g kann akute gelbe Leberatrophie verursachen. Gelegentlich kann eine Erhöhung des Harnsäureniveaus im Blut und ein klinisches Gesamtbild der Gicht vorkommen, was aber in der Mehrheit der Fällen nicht zur Abbrechung der Behandlung zwingt. In Zusammenhang damit, es müssen folgende Vorsichtsmassnahmen getroffen werden:
- die Pyrazinamid-Behandlung von Kindern soll nur in Krankenhäusern verlaufen ,
- Bei Erwachsenen wird es empfohlen die Behandlung in einem Krankenhaus anzufangen, und die folgende Behandlung unter der Leitung eines Lungenarztes durchzuführen;
- Es wird eine systematische (jede 10-14 Tage) und vergleichende Kontrolle der Leberaktivitäten empfohlen (Bestimmung der Glutomat-Oxalacetat-Transaminase-Aktivität, des Bilirubinniveaus im Blutserum und des Urobilinogenniveaus im Harn),
- Pyrazinamid darf nicht Tuberkulosepatienten mit erlittenen Leberkrankheiten, Alkoholikern und Patienten mit schon vor der Behandlung festgestellten positiven Leberproben verabreicht werden.
INTERAKTIONEN: Bei Patienten mir Diabetes, denen gleichzeitig Insulin oder Antidiabetes-Arzneimittel durch den Mund und Pyrazinamid verabreicht wurden, steigt die Schwierigkeit die Glukose-Konzentration im Blut zu kontrollieren.
DOSIERUNG: Nach Anweisungen des Arztes, das Arzneimittel ist zur Krankenhausbehandlung bestimmt. Es wird mit anderen Anti-Bazillus-Arzneien verwendet. 20-30 mg/kg Körpergewicht pro Tag durch den Mund, durchschnittlich 1,5g in Einzeldosis. Bei Patienten mit Niereninssufizienz muss die Dosis gesenkt werden.
NEBENWIRKUNG: - Verdauungsstörungen (Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit),
- allergische Reaktionen (Hautausschlag, Lichtscheu),
- Blutungen, Erhöhung der Körpertemperatur, Schwierigkeiten mit dem Harnlassen, akuter Gichtanfall,
- das Risiko des Leberparenchymschadens steigt mit der Dosis und Behandlungszeit;
Das Verabreichen von Pyrazinamid in einer Dosis, die nicht 30mg/kg Körpergewicht überträgt, mit Isoniazid und Rifampicin in den ersten 2 Monaten der Behandlung, steigert die Hepatoxizität des Arzneisets nicht wesentlich.
VERFALLSDATUM: 3 Jahre nach dem Produktionsdatum. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach dem Verfallsdatum.
LAGERUNG: Die Arznei In einem für Kinder unzugänglichen Platz lagern. Vor Licht und Feuchtigkeit schützen.
PACKUNG: 250 Tabletten.
Zulassungsnummer R/2635.
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Zu Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Dosierung, lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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